Was wäre, wenn Ihre Nachbarn direkt von Ihrem Stromüberschuss profitieren könnten?
Sie produzieren Solarstrom, können diesen aber nicht immer zum Zeitpunkt der Erzeugung verbrauchen.
Der Überschuss wird dann oft zu einem ungünstigen Tarif ins Netz eingespeist, während andere Haushalte in Ihrer Nähe Strom zu hohen Preisen kaufen.
Die Stromteilung bietet eine einfache und lokale Alternative.
Eine typische Situation in Berbourg mit einer Photovoltaikanlage
Die Familie Wirtz verfügt über eine 22-kWp-Photovoltaikanlage auf dem Dach ihres Hauses. Diese Leistung erzeugt mehr Strom, als der Haushalt täglich verbraucht.
Vor der gemeinsamen Nutzung:
- Der Überschuss wurde für etwa 4 ct/kWh ins Netz eingespeist.
- Wenn die Familie Strom benötigte, kaufte sie ihn vom Versorger für etwa 23 ct/kWh.
Gemeinsam Strom teilen: eine Win-win-Lösung
Zusammen mit ihren Nachbarn, die weniger als 100 Meter entfernt wohnen, gründete die Familie Wirtz eine Strom-Sharing-Gruppe, eine in Luxemburg zulässige Konfiguration für bis zu drei Teilnehmer in diesem Umkreis.
Jetzt wird der Überschuss direkt an Herrn Giessen für 13 ct/kWh verkauft.
Das Ergebnis ist einfach:
- Der Erzeuger erhält mehr als bei der herkömmlichen Einspeisung,
- der Verbraucher zahlt weniger als den Marktpreis,
- und beide Seiten sparen Geld.
Eine Photovoltaikanlage, die sich schneller amortisiert
Durch eine bessere Verwertung des lokal erzeugten Stroms ermöglicht die gemeinsame Nutzung:
- eine Erhöhung des erweiterten Eigenverbrauchsanteils,
- eine Verringerung der Verluste im Zusammenhang mit der Einspeisung ins Netz,
- eine schnellere Amortisation der Photovoltaikanlage.
Wie Sarah Juchems von Klima-Agence erklärt, ist die Stromverteilung oft eine vorteilhafte Situation: Ein Teil der Produktion kann nicht vor Ort genutzt werden, während andere Haushalte ihn sofort verbrauchen können.
Wie funktioniert das Teilen von Strom?
Das Prinzip ist einfach:
- Eine Photovoltaikanlage produziert Strom,
- ein Teil wird vor Ort verbraucht,
- der Überschuss wird nach festgelegten Regeln unter den Mitgliedern der Stromverteil-Gruppe aufgeteilt.
Die Verwaltung und Überwachung erfolgt zentral über die Plattform Leneda, die Folgendes ermöglicht:
- die gemessenen Mengen zu messen,
- eine transparente Verteilung zu gewährleisten,
- die Abrechnung zwischen den Teilnehmern zu vereinfachen.
Für die Haushalte bleibt das System im Alltag unsichtbar: Der Strom wird wie üblich verbraucht, ohne dass sich die Gewohnheiten ändern.
Ist die Stromteilung das Richtige für Sie?
Die Teilung ist besonders sinnvoll, wenn:
- Sie regelmäßig einen Überschuss an Solarstrom erzeugen,
- Nachbarn oder Verwandte hauptsächlich tagsüber Strom verbrauchen,
- Sie Ihre Produktion besser nutzen möchten, ohne in eine Batterie zu investieren,
- Sie eine kollektive und lokale Lösung bevorzugen.
Klima-Agence an Ihrer Seite
Sie haben Fragen zum Strom-Teilen und dessen Machbarkeit in Ihrer Situation?
Die Berater von Klima-Agence unterstützen Sie dabei:
- Sie über die verschiedenen Optionen der Strom-Teilen zu informieren,
- Ihnen die erforderlichen Schritte zu erklären,
- die geltenden technischen und rechtlichen Bedingungen zu klären.