Ich senke meine Heizkostenrechnung

06/05/22 - News

Ich stelle die Temperatur in jedem Raum richtig ein

Ich achte darauf, dass die Temperatur in den Wohnräumen immer angemessen und nicht zu hoch ist. Wenn ich die Temperatur um 1 Grad senke, kann ich meinen Energiebedarf um 6 % senken.

Raum

Optimale Temperatur in Grad Celsius

 

Wohnzimmer

20 °

Schlafzimmer

17-18 °

Badezimmer

22-23 °

Ich vermeide es, isolierte Räume zu beheizen (und benachbarte Räume unbeheizt zu lassen) und die Innentemperaturen in Wohnräumen unter 16-18 °C zu senken, insbesondere bei älteren Gebäuden.

 

Wenn ich einen Raum nicht nutze, denke ich daran, die Heizung herunterzudrehen, und schließe die Türen zu unbeheizten Räumen.

 

So bleibt die Wärme in den beheizten Räumen und ich kann bis zu sechs Prozent meiner Heizkosten einsparen.


Achtung: Die Heizkörper sollten nicht durch Möbel verdeckt werden, damit sich die Luft gut erwärmen und sich der Raum aufheizen kann; nur so kann das Thermostat die Temperatur im Raum richtig messen und die Heizung regeln. Mit dieser Maßnahme können bis zu 12 % an jährlichen Heizkosten eingespart werden.

 

Ich denke auch daran, meine Heizkörper regelmäßig zu entlüften. Die Luft muss raus, damit die Wärme ungehindert zirkulieren kann. Dieser kleine Handgriff dauert in der Regel nur fünf Minuten pro Heizkörper, kann die Heizkosten pro Jahr jedoch um 1,5 % reduzieren.

Ich lüfte die Räume richtig

Ganz oft lüften Menschen, indem Sie das Fenster längere Zeit auf Kipp stellen. Es ist aber besser, mit weit geöffneten Fenstern zu lüften, am besten mit Durchzug, und nur für ein paar Minuten. Dadurch kommt es zu einem schnellen Luftaustausch ohne großen Wärmeverlust, der die Luftqualität erhöht : mindestens 3-mal täglich für 5-10 Minuten (3-5 Minuten, wenn die Außentemperaturen unter 0°C liegen).

 

Mit der Kipp-Lüftung muss ich um den gleichen Effekt zu haben, meine Fenster viel länger geöffnet halten, um denselben Effekt für die Luftqualität zu erreichen, ich kühle jedoch gleichzeitig meinen Raum, die Möbel und vor allem die Wände um das Fenster herum ab. Der Energieverlust ist also umso größer.

 

Ich lüfte nach Phasen erhöhter Luftfeuchtigkeit (Baden, Duschen, Putzen, Kochen, Aufstehen am Morgen, ...). Ich benutze Feuchtigkeitsmesser in Räumen, die eine hohe relative Luftfeuchtigkeit aufweisen können (Schlafzimmer, Küche, Badezimmer, ...) und lüfte die Räume, wenn die Werte über 60 % relative Luftfeuchtigkeit steigen (50 % bei alten Gebäuden ohne Wärmedämmung).

 

Nachts ist es außerdem ratsam, die Rollläden herunterzulassen, um einen zusätzlichen Wärmeverlust zu vermeiden. Im Winter helfen die Rollläden dabei die kalte Luft draußen zu halten und im Sommer schützen sie vor zu viel Hitze in den Räumen.

 

Ich denke daran, einen Abstand von 10-20 cm zwischen den Möbeln und den Außenwänden einzuhalten, damit die Luft an den Außenwänden entlang zirkulieren kann.

 

Wenn Schimmel auftritt, desinfiziere ich die sichtbaren Schimmelflecken mit Alkohol (70-80 %). (Dauerhafte Fungizide oder Desinfektionsmittel sollten vermieden werden, da sie ebenfalls schädlich sind).

Sparen zum kleinen Preis

Um mir das Leben zu erleichtern und Geld zu sparen, kaufe ich programmierbare digitale Thermostate. Mit ihnen kann ich festlegen, wann welcher Raum beheizt werden soll. Ich muss nur die Zeiten und Temperaturen vorprogrammieren, um ganz einfach Energie zu sparen.

 

Wenn ich das Badezimmer zum Beispiel nur morgens und abends benutze, stelle ich das Thermostatventil so ein, dass es immer angenehm warm ist, wenn ich im Badezimmer bin – aber auch nur dann. So vermeide ich es, einen leeren Raum zu beheizen.

 

Digitale Thermostate sind sehr leicht zu installieren. Beim Kauf sollte ich den alten Thermostatkopf mitnehmen, damit ich auch direkt die passenden Adapter für die Heizkörperventile kaufen kann. Zu Hause muss ich lediglich das alte Modell ab- und das neue, digitale Thermostat anschrauben.

 

Digitale Thermostatventile können auch aus der Ferne bedient werden. So kann ich meine Wohnung vor der Rückkehr über mein Smartphone vorheizen.

 

Ich denke auch daran, die Rohre des Heizkessels im Keller zu isolieren. So verliere ich keine unnötige Wärme.

 

Ich dichte meine Fenster und Türen ab, damit ich so wenig wie möglich Wärme verliere. An den Türunterkanten kann ich zum Beispiel Bürstendichtungen anbringen. Diese sind nicht besonders teuer, können den Energieverlust jedoch erheblich reduzieren. Vor allem bei Türen zu unbeheizten Räumen sowie der Wohnungstür macht eine neue Dichtung Sinn.

Warmwasser sparen

Ich tausche den regulären Duschkopf gegen einen wassersparenden Duschkopf aus, der einen kleineren Kopf hat und das Wasser besser bündelt. Zudem sind solche Duschköpfe meist mit einem Durchflussbegrenzer ausgestattet. Mit dieser einfachen Maßnahme kann ich bis zu 30 % an Warmwasserkosten sparen.
 

Zusätzlich kann ich in der Küche einen Strahlregler einsetzen, der deutlich sparsamer ist, da er den Energiefluss reduziert. Somit spare ich vor allem bei kurzen Aktivitäten wie Lebensmittel oder Hände waschen an Warmwasser.

 

Ich reduziere meine Duschzeit auf maximal fünf Minuten und vermeide es ein Bad zu nehmen. Außerdem kann ich die Wassertemperatur leicht absenken, ohne dass sich der Komfort merklich verändert. Dadurch spare ich einerseits an Warmwasser und andererseits an Energie, weil der Warmwasser-Aufbereiter weniger Energie aufwenden muss.

 

Im Alltag kann ich meinen Energieverbrauch mit leichten Handgriffen senken. Meine Hände kann ich ohne Probleme mit kaltem Wasser waschen, da die Seife den Schmutz trotzdem entfernt.

Ich lasse meinen Heizkessel kontrollieren und eine Thermografie durchführen

Die Umweltverwaltung bietet eine energetische Bewertung von Heizsystemen in Haushalten an, den sogenannten Heizungscheck. Bei dieser einmaligen obligatorischen Inspektion durch einen Fachmann erhalte ich eine umfassende Analyse meines Heizkessels und Empfehlungen zur Verbesserung der Energieeffizienz meines Heizsystems. Alle Informationen unter heizungscheck.lu.

 

Ich kann auch eine Thermografie meines Hauses mithilfe einer Wärmebildkamera erstellen lassen. Damit lassen sich mögliche Schwachstellen in meinem Haus und Energieverluste leicht feststellen. So kann ich gezielt Maßnahmen ergreifen, um diese zu verringern, wie z. B. die Dämmung bestimmter Bereiche meines Hauses.

Klimabonus: Fördermittel für Heizsysteme auf Basis erneuerbarer Energien und Umsetzung von Dämmmaßnahmen

Um nicht mehr von fossilen Brennstoffen abhängig zu sein, beschließe ich, eine alternative Heizungsanlage auf Basis erneuerbarer Energien installieren zu lassen. Oder ich senke meinen Energieverbrauch, indem ich mein Zuhause besser dämme.

Das staatliche Förderprogramm Klimabonus unterstützt meine Bemühungen in dieser Richtung und bietet mir eine Reihe von Beihilfen und Boni an, um meinen alten Öltank entfernen und durch eine umweltfreundlichere und sparsamere Heizung ersetzen zu lassen sowie um Dämmmaßnahmen durchführen zu lassen.

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Wie heize ich mein Zuhause effizient?

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